Sozialpädagogische Familienbegleitung

Auftraggebende

Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Kinder- und Jugendzentren (kjz), Sozialzentren der Stadt Zürich und Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB). Eltern und Jugendliche können zudem eigenständig oder mit Unterstützung von Fachpersonen eine Kostenübernahme beantragen.

Ausgangslage

Unser Angebot richtet sich an Familien mit schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen, die sich in belastenden Lebenslagen oder herausfordernden Übergangsphasen befinden. Ziel ist es, tragfähige Beziehungen, förderliche Erziehungsmuster und konstruktive Bewältigungsstrategien für den Alltag zu entwickeln. Dadurch wird die Stabilität des Familiensystems gestärkt und die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen unterstützt.

Verantwortung übernehmen

Mit den Auftraggebenden, den Familien und dem Helfersystem werden die Verantwortlichkeiten zu Beginn des Auftrags durch Klassenbegleitung geklärt. Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Familien selbst. Erziehungsberechtigte, Kinder und Jugendliche sind Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt und werden aktiv in den Prozess einbezogen. Durch die Stärkung elterlicher Präsenz, die Förderung der Eigenverantwortung und die Entwicklung alternativer Handlungsstrategien übernehmen Familien Schritt für Schritt mehr Verantwortung für ihr Zusammenleben.

Arbeitsweise und Chancen

Die Sozialpädagogische Familienbegleitung gestaltet sich als aufsuchende soziale Arbeit im Familiensystem unter Einbezug von erlebnispädagogischen, systemischen und lösungsorientierten Tools sowie methodischen Ansätzen aus dem Konzept der neuen Autorität.

Die Begleitung verläuft in drei Phasen:

  • Startphase: Vertrauensaufbau, Situationsanalyse, Zieldefinition, Ressourcen und Kompetenzen im System erfassen, Vernetzung.
  • Kernphase: Umsetzung von Veränderungsprozessen, Perspektiven erarbeiten, Stärkung der Ressourcen, Erarbeitung von Handlungskompetenzen, Unterstützungsnetzwerk aufbauen oder festigen.
  • Abschlussphase: Stabilisierung, Verankerung von Lösungen, Aufgleisung weiterführender Massnahmen, Abschluss gestalten.

Durch partizipative Prozesse und konkrete Erfahrungen eröffnen sich neue Chancen für ein konstruktives Miteinander, gelingende Beziehungen und eine positive Lebensgestaltung. Die Förderung von erfolgsgeprägten Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglicht es, Strategien im Umgang mit Herausforderungen im Alltag zu generieren. Spannungen, Konflikte und schwieriges Verhalten wird thematisiert, reflektiert und gemeinsam alternative Handlungsstrategien erarbeitet und eingeübt.

Case Management und Vernetzung

Eine nachhaltige Unterstützung gelingt nur im Zusammenspiel mit allen involvierten Personen. Wir sind bereit die Fallführung zu übernehmen und eine enge Zusammenarbeit aufzugleisen. Dafür vernetzen wir uns gezielt mit Schulen, Psycholog:innen, Beistandspersonen, Lehrbetrieben oder Kinderärzt:innen. So entsteht ein tragfähiges Unterstützungsnetzwerk, das Ressourcen erschliesst, Orientierung bietet und die Familien langfristig stärkt. In gemeinsamen Standortbestimmungen suchen wir miteinander nach Lösungswegen, und überprüfen die gesetzten Ziele.

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Anonyme Eltern

Eltern mit neurodiversen Kindern sind sich gewohnt, bewertet und oft auch abgewertet zu werden. klassenbegleitung.ch hat uns aus der entwerteten Ecke herausgeholt, uns und unseren Söhnen viel Empathie geschenkt und es ermöglicht, dass wir Anschlusslösungen gefunden haben, die passen und uns als Familie wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.

Ablauf einer Zusammenarbeit

Alle sozialpädagogischen Familienbegleitungen werden in regelmässigen Abständen mit den verantwortlichen Personen auf die Wirksamkeit evaluiert und reflektiert. Die Berichterstattung erfolgt an die Auftraggebenden. Eine sozialpädagogische Begleitung dauert in der Regel ein Jahr. Es finden ein bis maximal vier Treffen pro Woche statt, wobei sich die Intensität an den aktuellen Zielen orientiert.

Es ist auch privaten Personen (selbstzahlend) möglich, die Angebote von Team- und Klassenbegleitung zu nutzen.

Wir haben eine Leistungsvereinbarung mit dem Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich.

Kontaktaufnahme Informationen bestellen

Freie Plätze

Region Winterthur: Begleitungen sind ab Juni möglich

Stadt Zürich (Albisrieden, Selnau), Affoltern a. A., Dietikon, Bonstetten, Innerschweiz, Region Zug, Schwyz, Luzern, Obwalden, Nidwalden: Begleitungen sind zeitnah möglich.